Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüsst,
doch vor allen Dingen
Das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.
Wilhelm Busch
Ich bin mir selbst ein unbekanntes Land und jeden Tag entdeck ich neue Stege. Bald wandre ich durch meilenweiten Sand und bald durch blütenquellende Gehege. Sooft mein Ziel im Dunkel mir entschwand, verriet ein neuer Stern mir neue Wege.....
Nichts, was du wirklich liebst,
geht je verloren.
Dinge und Menschen, sie gehen fort
– früher oder später.
Du kannst sie so wenig festhalten, wie du
das Mondlicht festhalten kannst.
Aber wenn sie dich berührt haben,
wenn sie in deinem Innern sind,
dann sind sie für immer deins.
Die einzigen Dinge,
die du wirklich besitzt, sind die,
die du im Herzen behältst
( Frau Kreuz zu Jeremias
in “Ein Drache in der Schultasche“
von Bruce Coville )
Fall ab, Herz vom Baum der Zeit,
fallt, ihr Blätter, aus den erkalteten Ästen,
die einst die Sonne umarmt',
fallt, wie Tränen fallen aus dem geweiteten Aug!
Fliegt noch die Locke taglang im Wind
um des Landgotts gebräunte Stirn,
unter dem Hemd preßt die Faust
schon die klaffende Wunde.
Drum sei hart, wenn der zarte Rücken der Wolken
sich dir einmal noch beugt,
nimm es für nichts, wenn der Hymettos die Waben
noch einmal dir füllt.
Denn wenig gilt dem Landmann ein Halm in der Dürre,
wenig ein Sommer vor unserem großen Geschlecht.
Und was bezeugt schon dein Herz?
Zwischen gestern und morgen schwingt es,
lautlos und fremd,
und was es schlägt,
ist schon sein Fall aus der Zeit.
Ingeborg Bachmann
Halb aus dem Schlummer erwacht,
den ich traumlos getrunken,
Ach, wie war ich versunken
In die unendliche Nacht!
Tiefes Verdämmern des Seins,
Denkend nichts, noch empfindend!
Nichtig mir selber entschwindend,
Schatte mit Schatten zu eins!
Da beschlich mich so bang,
Ob auch, den Bruder verdrängend,
Geist mir und Sinne verengend,
Listig der Tod mich umschlang.
Schaudernd dacht ichs, und fuhr
Auf, und schloss mich ans Leben,
Drängte in glühndem Erheben
Kühn mich an Gott und Natur.
Siehe, da hab ich gelebt:
Was sonst, zu Tropfen zerflossen,
Langsam und karg sich ergossen,
Hat mich auf einmal durchbebt
Oft noch berühre du mich,
Tod, wenn ich in mir zerrinne,
Bis ich mich wieder gewinne
Durch den Gedanken an dich!
Friedrich Hebbel
Quasselstrippenentengeschnatter, einzig seufzend unterbrochen, wenn
ein sehnsüchtiger Blick zur Sommerprinzessin abschweift....
ach ja …und was jetzt???
Die jungen Frösche haben einmal bei warmer Sommerzeit nächst einer Lache über allen Maßen gequackt und geschrien, also zwar, daß ein alter Frosch selbst über diese abgeschmackte Musik verdrüssig geworden und die Jungen nicht wenig ausgefilzt hat.
"Schämt euch, ihr grünhosenden Fratzen!" sagte er, "ihr wilden Lachendrescher, ihr hupfenden Spitzbuben, schämt euch, daß ihr so ein verdrießlich Geschrei vollführt! Wenn ihr aber doch wollt lustig sein und frohlocken, so singt wenigstens wie die Nachtigall, welche auf diesem nächsten Ast sitzt. Ihr großmaulenden Narren, könt ihr denn nichts anderes als nur das Qua-Qua-Qua?"
"Vater", antworteten die Frösche, "das haben wir von dir gelernt."
Abraham a Sancta Clara
Ein Packerl Sonnenstrahlen,
eisgekühlt.
Eine Kiste Glückseligkeit,
mit Reinheitsgarantie.
Ein Sack voll Zärtlichkeit,
mindestens,
wenn nicht mehr.
Eine Familienpackung Lust,
ohne Nebenwirkungen.
Ein Kanister Himmel auf Erden,
mit Reservetank.
Eine Dose Zufriedenheit,
ohne Treibgas.
Eine Riesenportion Träume,
mit Wirklichkeitszertifikat.
Eine ganze Menge Liebe,
lebenslang.
An meiner Ziege hab ich Freude,
ist ein wunderschönes Tier,
Haare hat sie wie aus Seide,
Hörner hat sie wie ein Stier.
Meck, meck, meck, meck.
Sie hat ein ausgestopftes Ranzel
wie ein alter Dudelsack,
und ganz hinten hat's ein Schwanzel
wie ein Stängel Rauchtabak.
Meck, meck, meck, meck.
Volkslied aus Nordböhmen